Volksschule Molitorgasse

Molitorgasse 11, 1110 Wien

Die Volksschule Molitorgasse verbindet eine denkmalgerechte Sanierung funktional mit einem neuen Ganztagesangebot und transformiert den bestehenden Schulbau zu einem offenen, vielschichtigen Lern- und Lebensraum. Der Ergänzungsbau, neue Freiflächen und gezielte Entsiegelung schaffen ein kindgerechtes Umfeld, das funktionale Anforderungen, räumliche Überraschungen und sozialen Mehrwert zu einer stimmigen Gesamtkomposition vereint.

 

 

 

Zentrales Entwurfsmotiv ist die Öffnung der Rückseite: Gestapelte Freiklassen verwandeln die Schule in einen Lern- und Spielort auf allen Ebenen. Innen- und Außenräume greifen ineinander, Unterricht und Pause werden räumlich neu gedacht. Die Schule präsentiert sich nicht mehr als abgeschlossener Baukörper, sondern als durchlässige Struktur, die sich respektvoll um den bestehenden Ginkgobaum schmiegt, der als Naturdenkmal verstanden wird.

Mit der Erhöhung des hinteren Hofniveaus wurden die zeitgemäßen Funktionen eines angemessenen, barrierefreien Haupteingangs, einer Zentralgarderobe und eines, auch extern zugänglichen Bewegungsraums mit sämtlichen Nebenräumen geschaffen. Gleichzeitig entstehen erstmals kindgerechte Proportionen im Hofraum. Die zuvor beengte Situation wird aufgelöst und in einen großzügigen, gut nutzbaren Aufenthalts- und Bewegungsraum transformiert.

Mit der Erhöhung des hinteren Hofniveaus wurden die zeitgemäßen Funktionen eines angemessenen, barrierefreien Haupteingangs, einer Zentralgarderobe und eines, auch extern zugänglichen Bewegungsraums mit sämtlichen Nebenräumen geschaffen. Gleichzeitig entstehen erstmals kindgerechte Proportionen im Hofraum. Die zuvor beengte Situation wird aufgelöst und in einen großzügigen, gut nutzbaren Aufenthalts- und Bewegungsraum transformiert.

Die Integration einer Druckbelüftungsanlage im Stiegenhaus ermöglicht im Brandfall einen kontrollierten Rauchabzug. Dadurch konnten klassische Brandschutzportale vermieden werden – der zuvor enge Gang wird zur großen Pausenfläche. Die Treppe selbst wird Teil dieses Aufenthaltsraums: Sie ist in die Pausenfläche integriert und über Podeste mit den Freiklassen verbunden, wodurch sie sich vom reinen Erschließungselement zum sozialen Raum verwandelt. So wird das Stiegenhaus zur vermittelnden Zwischenzone von Innen und Außen, und das gesamte Gebäude zu einem fließenden Raumkontinuum. Eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versorgt alle Bildungsräume mit Frischluft und schafft die Grundlage für ein gesundes, konzentriertes Lernumfeld.

 

FACTS

Ausgezeichnet mit dem Architekturpreis „gebaut 2025“ der Stadt Wien

Adresse:
Molitorgasse 11,
1110 Wien

Fertigstellung: 
2025

Projektteam:
Susanne Veit-Aschenbrenner
Tobias Schedel

Auftraggeber:
MA56 Wiener Schulen, vertreten durch
WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH

Auftraggeber TU:
Handler Bau GmbH

Statik:
Fröhlich & Locher ZT GmbH

TGA:
Rudolf Gutmann u. Sohn GesmbH & Co KG

Bauphysik:
IC Consulenten

Brandschutz:
B-LAB

Elektro:
Elektro Riegler GmbH

Fotos:
© Hertha Hurnaus

 

Grundriss Erdgeschoß

Grundriss Obergeschoß

Schnitt