Die Umgestaltung der Pfarrkirche Essling setzt ein neues Zeichen am alten Ort. Sie spricht die Sprache des 2. Vatikanischen Konzils und will den neuen Geist in der Kirche versinnbildlichen; ein lichter Raum zur gemeinsamen Feier des Gottesdienstes. Der bestehende Turm wird optisch durch die reduzierte Höhe der Werktageskapelle erhöht. So erhält das Gebäude zum Platz mehr Dominanz. Durch den Abbruch des Vordaches wird die räumlich beengte Eingangssituation aufgeweitet. Sitzgelegenheiten am nördlichen Vorplatz und zum südlich gelegenen Spielplatz stellen ein Angebot für Treffen und Kommunikation dar.
Die Orientierung im Inneren wird beibehalten. Der Altarbereich erhält seine Zentrierung durch ein bandartiges Oberlicht, das mit dem indirekten Licht der Wandscheiben hinter dem Altar korrespondiert. Diese schräge Wandscheibe verbindet Hauptraum und Kapelle und definiert spezifische Lichtsituationen. Über großzügige Schiebetüren können Kirchenraum und Kapelle zu einer Raumeinheit verbunden werden. Der Priester kann durch das Volk in den Kirchenraum einziehen. Der quadratische Altar wird in Raummitte positioniert, und orientiert sich wie der Ambo zum Hauptschiff wir zur Kapelle. Die Taufe wird am Übergang zur Kapelle verortet und ist so zentral eingebunden, liegt gleichsam auf dem Weg zur Wort- und Mahlfeier.
Wettbewerb,
2013
Auslober:
Erzdiözese Wien
Projektteam:
Pawel Zabczynski
Stefania Toso
Modellbau:
Michael Ratheiser