Der Oswaldplatz in Neuburg an der Donau liegt in der unteren Altstadt innerhalb der historischen Schanzanlage. Er bildet den Auftakt zum Stadtzentrum und dient gleichzeitig als Verkehrsknotenpunkt. Klärende stadträumliche Eingriffe aktivieren den öffentlichen Raum und führen zu einer Aufwertung der Freiräume als Entwicklungsimpulse für den Einzelhandel. Durch Reduzierung der Straßenquerschnitte auf ein notwendiges Minimum und durch die Neuordnung des ruhenden Verkehrs kann die Qualität für Fußgänger und Fahrradfahrer verbessert und können mehrere kleine Plätze im gesamten Planungsgebiet ausformuliert und gestaltet werden. Das Gesamtkonzept von Linie und Punkt findet sich auch im Grün- und Lichtkonzept wieder. In den Boden eingelassene Leuchten definieren auch bei Nacht die Platzgrenzen, die Arkaden in der Münchnerstraße werden mit einem Lichtband versehen und wichtige Kreuzungen mit Fluterstelen besetzt.
Das architektonische Konzept für den Oswaldplatz besteht darin, die ursprüngliche Größe des historischen Platzes erlebbar zu machen. Zwei von unten beleuchtete Baumreihen auf zwei Natursteinbändern definieren und beruhigen die heterogenen Platzkanten. Diese Klammer wird durch einen einheitlichen Bodenbelag unterstützt. Der „Bebauungsinsel“ wird eine topografische „Platzinsel“ gegenübergestellt, die sich dem natürlichen Gefälle entgegen stellt und zum Bereich des größten Verkehrsaufkommens mit einer Stufenanlage eine Schwelle ausbildet. Im Schwerpunkt des Platzes positioniert sich ein Servicegebäude für multifunktionale Nutzungen. Brunnen und Pavillon bilden eine gestalterische Einheit.
geladener Wettbewerb,
1. Preis, 2001
Bauherr:
Stadt Neuburg a.d. Donau
Gesamtfläche:
20.000 m²
Projektteam:
Kathrin Grumböck
Sabine Kroupa
Fotos:
© Herbert Schwingenschlögl
© Veit Aschenbrenner